Weinheimer Projekt „KochKultur“ (Crowdfunding)

Das Weinheimer Projekt „KochKultur“ hat sich Ende letzten Jahres für den Deutschen Integrationspreis 2017 beworben und gehört zu den 50 Bewerbern, die in die engere Auswahl kamen. Nun braucht das Projekt Unterstützung aus der Bevölkerung, da die Preisvergabe an ein sogenanntes „Crowdfunding“ geknüpft ist.

Bei „KochKultur“ geht es um Menschen, die als Geflüchtete in Deutschland leben und für (und mit) Gastgebern kochen, die schon lange hier wohnen. Es ist die unkomplizierte Gelegenheiten, fremde Kulturen am eigenen Herd kennenzulernen. Man kann „KochKultur“ für einzigartige Küchenpartys buchen und dabei lernen, interaktiv, gemeinsam mit den Gästen und Hobbyköchen ein traditionelles Menu aus deren Heimat, aus der sie fliehen mussten, zu kochen.

Weitere Infos und ein Video gibt es über diesen Link. Ein tolles Projekt, das es zu unterstützen gilt und jede 5 € helfen! 

Einen ausführlichen Pressebericht gibt es auch in der WNOZ zu lesen.…

Rückblick auf Veranstaltung „Integration durch Arbeit und Beschäftigung“

Am Montag, 26.09.2016 fand in Weinheim die Veranstaltung „Integration durch Arbeit und Beschäftigung“ statt, zu der sich etwa 80 geladene Gäste im Alten Rathaus in Weinheim einfanden. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Kommunalen Flüchtlingsdialogs des Landes Baden-Württem­berg statt und wurde aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg im Rahmen des Programms „Flüchtlingshilfe durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft“ finanziell gefördert.

Die vollständige Dokumentation „Integration durch Arbeit und Beschäftigung“ ist für Interessierte über diesen Link abrufbar.

 

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Neues Handbuch zur Flüchtlingsarbeit „Ankommen – Klarkommen“

Mit dem Handbuch zur Flüchtlingsarbeit „Ankommen – Klarkommen“ (PDF) ist ein neuer Guide erschienen, der Anregungen zum Gespräch mit Geflüchteten für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit geben soll. Er gibt einen Überblick über zentrale Werte und versteht sich als ein ABC des Zusammenlebens.

Klicken Sie hier für weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten.

Auszug aus der Pressemitteilung:

„Unser neuer Guide liefert einen Überblick über zentrale Werte und ein ABC des Zusammenlebens, das als Türöffner für interkulturelle Gespräche landesweit Diskussionen anstoßen soll“, so die Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung Gisela Erler und Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha bei der Vorstellung des Handbuchs „Ankommen – Klarkommen. Anregungen zum Gespräch mit Geflüchteten für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit“.

„Dieses Buch soll verdeutlichen, was alle in Deutschland respektieren müssen, was erwünscht ist und was nicht. Es richtet sich an die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, die sich an den unterschiedlichsten Stellen für die Integration von Flüchtlingen engagieren. Sie können die Motiv-Plakate und den Guide als Einstieg für ihre Gespräche über das Leben und das Zusammenleben in Baden-Württemberg nutzen“, sagte die Staatsrätin, die mit der Realisierung des Buches beauftragt worden war. Mehr lesen…

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Kunstausstellung „Malen Malen Malen“ mit Bildern der Flüchtlingskinder aus dem GUPS

Seit September 2015 betätigen sich die Kinder im ehemaligen GUPS Hotel künstlerisch. Kinder ab zwei Jahren malen mit Acryl-Farben auf Leinwand und Papier. Jetzt laden die jungen Künstler der Gruppe „Malen Malen Malen“ zu einer Kunstausstellung ein. Die Ausstellung wird eröffnet am 17. September 2016 um 17:00 Uhr. Sie ist zu sehen im Weinheimer Krankenhaus, Röntgenstraße 1 und endet am  14.10.2016.  Die jungen Künstler und ihre Betreuer, Frau Ursula Irle-Böhnisch (Kofi + Amma e. V.), Alba Gotterbarm und Peter Kückelhaus, freuen sich über Ihren Besuch.…

Erster Geburtstag des One World Cafés im GUPS

Am Freitag, 29. Juli 2016 war es soweit, das One-World-Café im GUPS feierte seinen 1. Geburtstag. Ins Leben gerufen wurde es vor einem Jahr von Kirsten und Georg Ebers.  Ziel der Initiatoren war es damals, einen Ort zu schaffen, an dem Weinheimer Bürger und Flüchtlingen einander kennenlernen können. Wie das genau funktionieren kann wussten sie anfangs auch nicht so recht, aber haben schnell gelernt und das GUPS Café wurde ein voller Erfolg. Bis auf zwei oder drei Feiertage kamen die Menschen hier jeden Freitag zusammen und es war fast immer voll. Am Gelingen waren viele beteiligt, natürlich zuerst das GUPS-Café Team aber auch diejenigen die regelmäßig kamen, das One-World-Café mit Leben erfüllten, halfen und Mut machten. Und so soll es auch weiter gehen…

Und so resümiert Georg Ebers nach einem sonnigen Geburtstagsfest: „Es war ein gelungenes Fest. Nette Leute, gute Musik, gutes Essen und nach anfänglichem Zögern hat auch das Wetter mitgemacht. Gefeiert wurde der erste Geburtstag des One World Cafés im GUPS Hotel, dem ersten der Weinheimer One World Cafés. Vor einem Jahr staunten die Flüchtlinge noch über die geballte Fürsorge der Ehrenamtlichen, aber diesmal haben sie mitgemacht. Bänke aufgestellt, das Buffet bestückt, gegrillt und Musik gemacht. So schön kann Integration sein.“

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Im Dialog mit den Flüchtlingen

„Irgendwie haben wir ja alle die gleichen Probleme, das heißt, dass man sie auch gemeinsam lösen können sollte.“  Mit diesem Satz fasste ein Anwohner der Flüchtlingsunterkunft im Ebert-Park-Hotel seine Sicht am Donnerstagabend zusammen, als der erste Teil des „Flüchtlingsdialog“ der Stadt Weinheim mit Betroffenen des Flüchtlingsthemas zu Ende war.

Weinheim gehört zu den sechs ausgesuchten Pilotkommunen im Land, in dem das Staatsministerium Baden-Württemberg einen Dialogprozess der Beteiligten fördert und von der Uni Hohenheim auch wissenschaftlich begleiten lässt. Die Frage ist, wie sich nach dem ersten Ankommen der Flüchtlinge vor Ort auch nachhaltig ein Zusammenleben organisieren lässt.

Rund 40 Personen trafen sich auf Einladung der Stabsstelle für Integration nun im Alten Rathaus, um Gemeinsamkeiten auszuloten, aber auch um Probleme zu definieren – und über Lösungen zu sprechen. Es waren Anwohner, hauptamtlich Beschäftigte wie Sozialarbeiter und Security-Diensleister, aber auch ehrenamtliche Flüchtlingshelfer, Polizei, Feuerwehr und Bewohner selbst. Der Abend wurde professionell von Carla Schönfelder geplant und moderiert. Nach der Diskussion in Gruppen sorgte der Weinheimer Journalist Sandro Furlan für einen Perspektivwechsel und berichtete über den Umgang der Medien mit dem Flüchtlingsthema.

Nach vier Stunden Dialog-Arbeit waren sich alle Teilnehmer einig, dass es wichtig ist, im Gespräch zu sein und einander zuzuhören. Die nächste Veranstaltung im Rahmen des Flüchtlingsdialoges wird im September stattfinden. Dann hat auch Gisela Erler, die Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung im Stuttgarter Staatsministerium, ihre Teilnahme angekündigt.

Mehr Infos hier: www.fluechtlingshilfe-bw.de