Weinheimer Projekt „KochKultur“ (Crowdfunding)

Das Weinheimer Projekt „KochKultur“ hat sich Ende letzten Jahres für den Deutschen Integrationspreis 2017 beworben und gehört zu den 50 Bewerbern, die in die engere Auswahl kamen. Nun braucht das Projekt Unterstützung aus der Bevölkerung, da die Preisvergabe an ein sogenanntes „Crowdfunding“ geknüpft ist.

Bei „KochKultur“ geht es um Menschen, die als Geflüchtete in Deutschland leben und für (und mit) Gastgebern kochen, die schon lange hier wohnen. Es ist die unkomplizierte Gelegenheiten, fremde Kulturen am eigenen Herd kennenzulernen. Man kann „KochKultur“ für einzigartige Küchenpartys buchen und dabei lernen, interaktiv, gemeinsam mit den Gästen und Hobbyköchen ein traditionelles Menu aus deren Heimat, aus der sie fliehen mussten, zu kochen.

Weitere Infos und ein Video gibt es über diesen Link. Ein tolles Projekt, das es zu unterstützen gilt und jede 5 € helfen! 

Einen ausführlichen Pressebericht gibt es auch in der WNOZ zu lesen.…

Ausbildung als Integration

Das Bodelschwingh-Heim bietet 220 Menschen ein zu Hause. (c)NANNI

In der Eingangshalle geht es zu wie in einem Taubenschlag, Besucher kommen, Bewohner treffen sich zum Plausch in der Sitzgruppe, Pflegekräfte eilen vorbei – nicht ohne einen freundlichen Gruß. In dieser herzlich lebendigen Atmosphäre treffe ich Christian Rupp, Heimleiter des Bodelschwingh-Heim, zum Interview.

Christian Rupp lacht nicht nur richtig nett, er ist es auch – ein Chef, bei dem man gerne arbeitet. (c)NANNI

InWeinheim: Herr Rupp, Ihr Haus ist ja nicht nur Heimat für ältere und alte Menschen, sondern auch Ausbildungsbetrieb. Seit Oktober haben Sie nun zwei besondere Auszubildende.

Christian Rupp: Ja, das stimmt. Seit Herbst haben wir Mensah und Abdoulie in unserem Team. Beide sind minderjährig und ohne Familie nach Deutschland geflohen.

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge – sogenannte UMFs – sind nach deutschem Asylrecht Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die ohne Begleitung eines für sie verantwortlichen Erwachsenen nach Deutschland eingereist sind. Sie werden zunächst durch das vor Ort zuständige Jugendamt in Obhut genommen und dann in Jugendhilfeeinrichtungen betreut. Bei uns in Weinheim ist das Pilgerhaus und seine Außenstelle, der Schafhof in Hemsbach, dafür zuständig, diesen jungen Menschen ein stabiles Aufwachsen zu ermöglichen.

InWeinheim: Wie ist denn der Kontakt entstanden?

Christian Rupp setzt sich für *seine Jungs* ein.
(c)NANNI

Christian Rupp: Ehrenamtliche hatten im Frühjahr einen Arbeitstrupp mit jungen Männern organisiert, um verschiedene Gartenanlagen wieder auf Vordermann zu bringen, zum Beispiel den *Alten Friedhof* an der Peterskirche und eben auch unseren Garten. So ist ein erster Kontakt entstanden. Als ich im März in der Stadthalle die Veranstaltung besuchte *Flüchtlinge beschäftigen. Wie geht das?*, hat mich einer der Jungs persönlich angesprochen. Und natürlich haben auch die Ehrenamtlichen durch ihren Einsatz dazu beigetragen, dass es schließlich in beiden Fällen zu einer Hospitation gekommen ist. Zwei Wochen lang konnten sich die Jungs das Leben und Arbeiten im Bodelschwingh-Heim genauer anschauen.

InWeinheim: Umgekehrt aber auch!

Christian Rupp (lacht): Ja, wir konnten natürlich auch für uns abklopfen: passen die beiden ins Team, wie ernsthaft ist der Wunsch nach einer Ausbildung im Pflegebereich.

InWeinheim: Und wie ernsthaft war es den beiden?

Christian Rupp: Ich kann über beide Jungs sagen, dass der Wunsch, einen sozialen Beruf zu erlernen, durchaus selbstmotiviert ist. Beide bringen einen tiefen Respekt dem Mitmenschen gegenüber mit, sowohl mir als Arbeitgeber, als auch den Bewohnern bei uns im Haus.

InWeinheim: A propos Bewohner, wie war denn die Reaktion bei den älteren Menschen?

Das

Bufdis mit Flüchtlingskindern auf der Eisbahn

ausflug-eisbahnDamit die Herbstferien der in Weinheim lebenden Flüchtlingskinder nicht zu langweilig wurden, haben die beiden Bundesfreiwilligendienstleistende („Bufdis“) der Stadt Weinheim Friederike Schober und Maximilian Brand mit drei Kindern und Jugendlichen einen Ausflug zur Eisbahn in Heddesheim unternommen.

Warm angezogen ging es auf die Eisfläche und nach kurzer Gewöhnungszeit war das Eislaufen kein Problem mehr, sodass sich ein Fang- und Versteckspiel an das nächste reihte. Zwischendurch gab’s Tee und Kuchen, doch lange machte man keine Pause. Und so verging der schöne Nachmittag in den Herbstferien wie im Flug – Der Wunsch nach einem nächsten Ausflug auf die Eisbahn ist bereits geäußert!

 

von Maximilian Brand

Anne Kathrin Wenk ist die neue Leiterin der neuen Stabsstelle Integration des Rhein-Neckar-Kreises

„Das langfristige Ziel ist aber eine Anerkennung von Vielfalt aller Menschen im Rhein-Neckar-Kreis“, erklärt die Leiterin und neue Integrationsbeauftragte des Landkreises, Anne Kathrin Wenk. Sie ist zuständig für die Förderung von Integration und Teilhabe der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte im Landkreis.

Rhein-Neckar-Kreis: Neue Leiterin der neuen Stabsstelle Integration

Mannheim – Anne Kathrin Wenk (29) aus Mannheim hat als Leiterin der neuen Stabs- stelle Integration des Rhein-Neckar-Kreises ihre Arbeit aufgenommen / Landrat Dallinger: „Wollen das gesellschaftliche Miteinander fördern“ Anne Kathrin Wenk heißt die Leiterin der neu geschaffenen Stabsstelle Integra- tion im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis.

Rückblick auf Veranstaltung „Integration durch Arbeit und Beschäftigung“

Am Montag, 26.09.2016 fand in Weinheim die Veranstaltung „Integration durch Arbeit und Beschäftigung“ statt, zu der sich etwa 80 geladene Gäste im Alten Rathaus in Weinheim einfanden. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Kommunalen Flüchtlingsdialogs des Landes Baden-Württem­berg statt und wurde aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg im Rahmen des Programms „Flüchtlingshilfe durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft“ finanziell gefördert.

Die vollständige Dokumentation „Integration durch Arbeit und Beschäftigung“ ist für Interessierte über diesen Link abrufbar.

 

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Neues Handbuch zur Flüchtlingsarbeit „Ankommen – Klarkommen“

Mit dem Handbuch zur Flüchtlingsarbeit „Ankommen – Klarkommen“ (PDF) ist ein neuer Guide erschienen, der Anregungen zum Gespräch mit Geflüchteten für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit geben soll. Er gibt einen Überblick über zentrale Werte und versteht sich als ein ABC des Zusammenlebens.

Klicken Sie hier für weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten.

Auszug aus der Pressemitteilung:

„Unser neuer Guide liefert einen Überblick über zentrale Werte und ein ABC des Zusammenlebens, das als Türöffner für interkulturelle Gespräche landesweit Diskussionen anstoßen soll“, so die Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung Gisela Erler und Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha bei der Vorstellung des Handbuchs „Ankommen – Klarkommen. Anregungen zum Gespräch mit Geflüchteten für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit“.

„Dieses Buch soll verdeutlichen, was alle in Deutschland respektieren müssen, was erwünscht ist und was nicht. Es richtet sich an die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, die sich an den unterschiedlichsten Stellen für die Integration von Flüchtlingen engagieren. Sie können die Motiv-Plakate und den Guide als Einstieg für ihre Gespräche über das Leben und das Zusammenleben in Baden-Württemberg nutzen“, sagte die Staatsrätin, die mit der Realisierung des Buches beauftragt worden war. Mehr lesen…

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Kunstausstellung „Malen Malen Malen“ mit Bildern der Flüchtlingskinder aus dem GUPS

Seit September 2015 betätigen sich die Kinder im ehemaligen GUPS Hotel künstlerisch. Kinder ab zwei Jahren malen mit Acryl-Farben auf Leinwand und Papier. Jetzt laden die jungen Künstler der Gruppe „Malen Malen Malen“ zu einer Kunstausstellung ein. Die Ausstellung wird eröffnet am 17. September 2016 um 17:00 Uhr. Sie ist zu sehen im Weinheimer Krankenhaus, Röntgenstraße 1 und endet am  14.10.2016.  Die jungen Künstler und ihre Betreuer, Frau Ursula Irle-Böhnisch (Kofi + Amma e. V.), Alba Gotterbarm und Peter Kückelhaus, freuen sich über Ihren Besuch.…

Erster Geburtstag des One World Cafés im GUPS

Am Freitag, 29. Juli 2016 war es soweit, das One-World-Café im GUPS feierte seinen 1. Geburtstag. Ins Leben gerufen wurde es vor einem Jahr von Kirsten und Georg Ebers.  Ziel der Initiatoren war es damals, einen Ort zu schaffen, an dem Weinheimer Bürger und Flüchtlingen einander kennenlernen können. Wie das genau funktionieren kann wussten sie anfangs auch nicht so recht, aber haben schnell gelernt und das GUPS Café wurde ein voller Erfolg. Bis auf zwei oder drei Feiertage kamen die Menschen hier jeden Freitag zusammen und es war fast immer voll. Am Gelingen waren viele beteiligt, natürlich zuerst das GUPS-Café Team aber auch diejenigen die regelmäßig kamen, das One-World-Café mit Leben erfüllten, halfen und Mut machten. Und so soll es auch weiter gehen…

Und so resümiert Georg Ebers nach einem sonnigen Geburtstagsfest: „Es war ein gelungenes Fest. Nette Leute, gute Musik, gutes Essen und nach anfänglichem Zögern hat auch das Wetter mitgemacht. Gefeiert wurde der erste Geburtstag des One World Cafés im GUPS Hotel, dem ersten der Weinheimer One World Cafés. Vor einem Jahr staunten die Flüchtlinge noch über die geballte Fürsorge der Ehrenamtlichen, aber diesmal haben sie mitgemacht. Bänke aufgestellt, das Buffet bestückt, gegrillt und Musik gemacht. So schön kann Integration sein.“

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Gups Kinderchor 1

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