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Date(s) - 03/12/2016 - 10/12/2016
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In Gambia herrscht eine der schlimmsten Diktaturen in Afrika. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International oder Human Rights Watch und der UNO-Menschenrechtsrat beklagen seit Jahren Verbrechen gegen die Menschlichkeit: Willkürliche Verhaftungen, systematische Folterungen, das Verschwindenlassen unliebsamer Kritiker, Morde an Journalisten und Hinrichtungen nach Prozessen im Geheimen.
Diktator Yahya Jammeh hält sein ganzes Volk in Angst und Schrecken, verfolgt angebliche „Hexen“ und „Zauberer“, verurteilt Homosexuelle zu lebenslanger Haft und droht der Ethnie der Mandinka (40 Prozent der Bevölkerung) mit der Ausrottung.
Wegen der menschenrechtlich unhaltbaren Lage, hat die EU in den letzten Jahren einen Großteil der Hilfszahlungen eingestellt.

Am 1. Dezember finden in Gambia Präsidentschaftswahlen statt. Diktator Jammeh, der sich 1994 an die Macht geputscht hat, will sich dann zum 5. Male wiederwählen lassen. Human Rights Watch sieht keine Chance auf eine freie und faire Wahl. Ein „Klima der Angst“ mache es Regimegegnern unmöglich, ihre Meinung über die Regierung zu äußern.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge lehnt trotz dieser erschreckenden Erkenntnisse einen Großteil der Flüchtlinge aus Gambia ab und ordnet in einigen Fällen Abschiebungen an, die von baden-württembergischen Behörden auch durchgeführt werden.